Für Eva und Doeke von der Brauerei ist nachhaltiges Wirtschaften selbstverständlich.
Bierbrauen verbraucht viel Energie, deshalb suchen sie ständig nach Möglichkeiten, Strom intelligenter zu nutzen. Mit Solarmodulen und einem Batteriespeicher optimieren sie ihren selbst erzeugten Strom.
Solarmodule auf dem Schuppen
Beim Bau eines neuen Schuppens im Jahr 2018 berücksichtigten Eva und Doeke bereits die Möglichkeit der Installation von Solarmodulen.
„Das Dach wurde damals besonders stabil gebaut, damit später Module darauf montiert werden konnten.“
Mittlerweile befinden sich 114 Solarmodule auf dem Dach des Schuppens. Bewusst nicht auf dem charakteristischen Dach des Bauernhauses. „Dank der Ost-West-Ausrichtung des Dachs wird der Strom gleichmäßig über den Tag verteilt erzeugt. Außerdem bleibt das Erscheinungsbild des Bauernhauses erhalten.“ ## Keine Netzeinspeisung, aber eine Lösung ##
Als die Pläne für die Solaranlage erstellt wurden, ging Eva noch davon aus, dass die Brauerei Netzeinspeisung nutzen könnte. Aufgrund ihres großen Anschlusses erwies sich dies jedoch als unmöglich.
„Das hat mich wirklich geärgert.
Tagsüber produzierten wir mehr Strom, als wir brauchten, und nachts mussten wir Strom aus dem Netz kaufen. Das erschien uns unlogisch.“
Genau deshalb entstand die Idee für einen Batteriespeicher.
Von der Erzeugung zur Speicherung
Eva und Doeke waren es bereits gewohnt, tagsüber, wenn die Sonne schien, so viele Geräte wie möglich laufen zu lassen. Trotzdem blieb Strom übrig. Über Freunde, die auf Batteriespeicher und intelligente Energiesysteme spezialisiert sind, fanden sie eine Lösung, die dem Energieverbrauch der Brauerei entsprach. Tagsüber laden wir die Batterie mit Solarenergie. Abends und nachts nutzen wir sie dann zum Kühlen der Gärtanks und des Bieres. So nutzen wir viel mehr unserer eigenen Energie.
Ab etwa Mitte Februar kann die Brauerei fast vollständig mit Solarenergie betrieben werden.
Im Winter wird die Batterie anders genutzt. „Dann laden wir sie nachts mit günstigerem Strom aus dem Netz auf, damit wir sie tagsüber nutzen können.“
Für die Zukunft gerüstet ## Die Brauerei denkt bereits an den nächsten Schritt.
Eva stellte fest, dass Solarpaneele und eine Batterie nicht automatisch bedeuten, dass man bei einem Stromausfall weiterarbeiten kann.
Das fand ich ziemlich seltsam. Die Sonne scheint, die Solarpaneele erzeugen Strom, und wir haben eine Batterie, und trotzdem stehen unsere Anlagen still.
Deshalb wird an einem System gearbeitet, das es der Brauerei ermöglicht, im Falle eines Stromausfalls vorübergehend mit eigener Energie weiterzulaufen. „So werden wir immer unabhängiger von den Launen des Stromnetzes.“
Jetzt loslegen
Laut Eva wird es mit dem Wegfall der Netzeinspeisung immer wichtiger, Strom direkt nach der Erzeugung zu verbrauchen. „Schalten Sie Ihre Geräte ein, wenn die Sonne scheint, und passen Sie Ihren Verbrauch entsprechend an. Ein Akku kann dabei helfen, aber oft lässt sich auch ohne Akku viel erreichen.“
Nachhaltigkeit bedeutet laut Eva mehr als nur Amortisationszeiten.
Natürlich betrachtet man Kosten und Einnahmen, aber letztendlich ist es auch eine Investition in die Zukunft. Manchmal muss man einfach sagen: Wir machen das.“


